zzz(DE) Ueber Faeries

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Die Wurzeln der Faeries
Faeries
Die Geschichte der Faeries in Europa

Faerie Roots

Der Grundstein der “Radical Faeries” wurde in den spaeten 1970er Jahren durch Veteranen der schwulen Befreiungsbewegung wie Harry Hay, seinen Geliebten John Burnside und Aktivisten wie Don Kilhefner und Mitch Walker gelegt.

Ihr Aufruf richtete sich an jene, “… die wissen, dass mehr in uns steckt, als Hetero-Nachahmung”, “… die bereit sind, weiter zu gehen”, “… die einen Durchbruch erlebt haben und bereit sind, diesen mitzuteilen”.

“Spirituelle Konferenzen” genannt und in der Wueste in den suedwestlichen Vereinigten Staaten abgehalten, hatten die ersten Faerie Gatherings (Zusammenkuenfte) Folgendes zum Ziel:

– neue Einsichten ueber uns selbst zu teilen
– im Mondschein zu tanzen
– unsere Einstellung zu Patriarchat, Grossunternehmen und Rassismus zu erneuern
– uns gegenseitig zu halten, beschuetzen, foerdern und liebkosen
– um ueber die Politik schwuler Beseelung/die Beseelung schwuler Politik zu sprechen
– zu segeln wie ein Adler
– um unsere Mythen wiederzuentdecken oder neu zu erfinden
– um ueber schwule Lebens- und Liebesalternativen zu sprechen
– um die erdende Wirkung des indischen Kalmus zu erfahren
– um unsere schwulen Visionen zu teilen
– um zu singen, singen, singen
– UM EINEN GROSSEN FAERIE-KREIS ZU GEBAEREN

Harry Hay und andere fruehe Faeries sahen, dass die staedtische schwule Kultur mit steigender Akzeptanz drohte, immer mehr assimiliert zu werden. Das Wachstum der Radical-Faerie-Bewegung fuehrte zur Bildung von Raeumen fuer Queers, um ihre speziellen und einzigartigen Charakteristika zu erkennen und zu entwickeln.
Obwohl die Geschichte der Radical-Faerie-Bewegung eng mit der schwulen Befreiungsbewegung verflochten ist, heissen Faeries mittlerweile Queers aller Geschlechter und sexueller Ausrichtungen auf Faerie Gatherings und Sanctuaries (Rueckzugsstaetten) willkommen.

Faeries…

… sind Queers aller Altersgruppen, Geschlechter, Erscheinungsformen und Groessen, aller Rassen, Nationalitaeten und Glaubensrichtungen, die sich dem Leben und einander verbunden fuehlen, durch die Segnungen der Natur, der Kraft des Herzens, durch Zuhoeren und Teilen unserer Geschichten, durch Koerper und Geist und durch Humor, Drag, Lieder, gutes Essen, Trommeln, Trance, Massagen, Rituale, Spiel, Sinnlichkeit und Sexualitaet.

… sind Queers, die Stammesleben, Nachhaltigkeit und Harmonie mit der Natur erkunden, miteinander kooperieren ohne zu werten und Subjekt-Subjekt-Bewusstsein entdecken.

… haben keine religioesen Dogmen, sind aber der spirituellen Welt verbunden.

… lehnen Hierarchien ab, entscheiden im Konsens und bestaerken sich gegenseitig.

… treffen sich in Staedten, an Straenden, in Waeldern und auf Bergen. Wo immer sie sind, kreieren sie eine Gemeinschaft des Herzens und heissen alle willkommen, die so zu leben und zu sein, erkunden moechten.

Die Geschichte der Faeries in Europa

Die Wurzeln der europaeischen Faerie Community (Gemeinschaft) wurden 1994 gelegt, als drei Individuen (Habibi Ding, Eilendes Wasser und Junis), inspiriert durch den Faerie Spirit (Geist) in Nordamerika, zusammenkamen, um das allererste Faerie Gathering auf der Inser Terschelling vor der hollaendischen Kueste auszurichten.

Von 1995 bis 2005 entwickelten sich diese internationalen Summer Gatherings zu einer wachsenden Gemeinschaft und der Traum eines europaeischen Faerie Sanctuaries manifestierte sich.
Vier Jahre lang wurde nach Land gesucht, bis FOLLETERRE, im Nordosten Frankreichs, entdeckt und zu einer Heimat der Faeries wurde.

Der Aufbau eines Sanctuaries in Europa ist ein Ausdruck dessen, was Freundschaft, Gruppenmagie und -dynamik verwirklichen koennen.
Viel Dank sei Habibi, Eilendes Wasser, Deetale, Franny, Lanai, Beebalm, Blanche und all den anderen Personen geschuldet, die in den schwierigen Anfangsjahren von Folleterre viel geleistet und damit die Grundlagen des heutigen Sanctuaries gelegt haben.

Viele Gatherings finden in Folleterre statt aber sie werden auch an anderen Orten in Europa fortgefuehrt.

Fuer weitere Informationen: www.eurofaeries.eu